Das Wichtigste in Kürze
- Coaching heißt befähigen, nicht abnehmen: Dein Team setzt um, wir geben Struktur, Reviews und Entscheidungen.
- 90 Tage, drei Phasen: Leadgenerierung, Webinar und Nachfrage, Conversion und Skalierung.
- Vor Tag 1 steht ein Gate: Werbekonto, Tracking, CRM und Automatisierung müssen stehen, sonst startet nichts.
- Voraussetzung: Kundenwert über 3.000 Euro, mindestens 1.500 Euro Media-Budget im Monat, eine Person, die umsetzt.
- Selbstlern-Alternative: derselbe Inhalt ohne Live-Begleitung als LinkedIn Ads Kurs.
Die meisten B2B-Teams suchen zuerst nach einer Agentur. Sie landen dann in einem Retainer, sehen Reportings, die niemand entscheiden lässt, und stehen nach einem Jahr genau da, wo sie angefangen haben: ohne eigenes Können. Ein LinkedIn Ads Coaching dreht das um. Du baust den Funnel selbst, mit jemandem daneben, der ihn schon oft gebaut hat.
Diese Seite beschreibt, wie das konkret abläuft. Kein Werbetext, sondern der echte Fahrplan aus unseren Kundenprojekten: welche Phasen es gibt, was in welcher Woche passiert, wer was macht und woran ein Coaching scheitert, wenn Voraussetzungen fehlen.
Was ist ein LinkedIn Ads Coaching?
Ein LinkedIn Ads Coaching ist eine zeitlich begrenzte Begleitung, in der ein Praktiker gemeinsam mit deinem Inhouse-Marketing-Team den kompletten Funnel aufbaut: von der ersten Awareness-Anzeige bis zum gebuchten Demo-Call. Die Arbeit bleibt bei dir. Das Coaching liefert die Reihenfolge, die Vorlagen, das Review vor jeder Veröffentlichung und die Entscheidung an den Stellen, an denen es teuer wird.
Der Unterschied zu den Alternativen in einem Satz:
Du baust, wir begleiten
Wöchentliche Calls, KPI-Review, Feedback auf Creatives und Texte vor dem Launch. Nach 90 Tagen gehören System und Wissen dir, die laufenden Kosten sind nur noch das Werbebudget.
Du baust allein
Dieselben Module, Playbooks und Sheets, ohne Live-Begleitung. Günstiger und im eigenen Tempo, dafür ohne jemanden, der deine Zahlen mitliest und Fehler früh stoppt.
Andere bauen für dich
Schnelle Kapazität ohne eigene Lernkurve. Dafür laufen die Kosten weiter, solange die Kampagnen laufen, und das Können bleibt außer Haus.
Einmal Wissen, kein System
Ein Workshop-Tag schafft Grundlagen und ein gemeinsames Vokabular. Ein funktionierender Funnel entsteht daraus nicht, dafür braucht es mehrere Monate Umsetzung.
Die ehrliche Abwägung zwischen Auslagern und Selbermachen, inklusive der Signale für eine gute Agentur, steht ausführlich im Leitfaden LinkedIn Ads Agentur oder Inhouse.
Für wen sich ein LinkedIn Ads Coaching lohnt
Ein Coaching passt, wenn du:
- im B2B-Marketing arbeitest, als Marketing Manager, CMO oder Inhouse-Team, und LinkedIn Ads selbst steuern willst
- ein erklärungsbedürftiges, hochpreisiges Angebot verkaufst, bei dem mehrere Menschen mitentscheiden
- schon Budget in Ads gesteckt hast, aber keine planbaren Termine daraus entstehen
- unabhängig von Agenturen werden willst, weil das System im Haus bleiben soll
- bereit bist, mehrere Stunden pro Woche selbst umzusetzen
Ein Coaching passt nicht, wenn du:
- rein im B2C unterwegs bist oder ein niedrigpreisiges Produkt ohne echten Sales-Prozess verkaufst
- jemanden suchst, der dir alles abnimmt, dann ist eine Agentur der ehrlichere Weg
- im Team niemanden hast, der die Umsetzung verlässlich übernimmt
- keine drei Monate investieren willst, um ein System aufzubauen
Der häufigste Grund, warum ein Coaching stockt, ist nicht fehlendes Wissen, sondern fehlende Zeit auf Kundenseite. Klär vor dem Start verbindlich, wer die Umsetzung macht und wie viele Stunden pro Woche dafür im Kalender stehen. Eine Person mit Mandat schlägt drei Personen mit gutem Willen.
Ablauf: 90 Tage in drei Phasen
Unser Coaching folgt einer festen Roadmap. Sie ist so gebaut, dass jede Phase auf der vorherigen aufsetzt und an definierten Stellen ein Gate steht: Ist der Meilenstein nicht erreicht, geht die nächste Stufe nicht live. Das klingt streng, spart aber genau das Geld, das sonst in halb fertigen Kampagnen verbrennt.
Phase 0: Setup, bevor die 90 Tage starten
Vor dem ersten Tag prüfen wir in einem Setup-Call die Voraussetzungen und richten die Technik ein. Erst wenn alles steht, beginnt die Uhr:
- Produkt und Markt: Kundenwert über 3.000 Euro, klarer ICP, mindestens eine Case Study, dokumentierter Sales-Prozess mit klarer Zuständigkeit für Leads und Demo-Calls
- Infrastruktur: CRM, E-Mail-Tool, Automatisierung, konversionsfähige Website, mindestens 1.500 Euro Media-Budget pro Monat, eine benannte Ansprechperson im Marketing
- Technik: Werbekonto mit Unternehmensseite verknüpft, Insight Tag installiert und geprüft, Conversion-Ziele angelegt und getestet
- Anbindung: Lead-Formular ans CRM angebunden, E-Mail-Sequenz wird automatisch ausgelöst, Vertrieb bekommt bei jedem neuen Lead eine Benachrichtigung
- Kampagnensheet: Marketing und Vertrieb füllen es gemeinsam aus, denn Einwände, Kaufmotive und Deal Breaker kennt nur der Vertrieb. Daraus entsteht der Bauplan für alles, was in den 90 Tagen folgt: Zielgruppen, Hooks, Ad-Texte, Leadmagnet, E-Mail-Sequenz.
Welche dieser Punkte hart sind und woran du erkennst, dass LinkedIn Ads für dich noch zu früh sind, steht im Detail bei den Voraussetzungen für LinkedIn Ads.
Monat 1: Leadgenerierung
Im ersten Monat entsteht die Spitze des Funnels und alles, was einen Lead danach auffängt.
- Woche 1: Mindestens zwei unterschiedlich gebaute Zielgruppen anlegen, unpassende ausschließen, alle Retargeting-Audiences aufsetzen. Erste Awareness-Kampagne live, als Video Ads oder Thought Leader Ads mit mindestens drei Hooks. Parallel steht das Leadmagnet-Konzept.
- Woche 2: Erste Kampagnendaten auswerten, Gewinner identifizieren, schwache Anzeigen pausieren. Die E-Mail-Sequenz wird geschrieben, mindestens sechs Mails bis zum ersten Pitch. Leadmagnet, Lead-Formular und Automatisierung werden fertig und getestet.
- Gate vor Woche 3: E-Mail-Sequenz aktiv, Leadmagnet fertig, Automatisierung getestet. Vorher geht die Lead-Gen-Kampagne nicht live.
- Woche 3: Lead-Gen-Kampagne veröffentlichen, mindestens zwei Leadmagnet-Titel gegeneinander testen und den ersten Lead manuell durch den ganzen Prozess verfolgen: rein, E-Mail, LinkedIn-Nachricht, Anruf.
- Woche 4 und 5: CPL gegen Benchmark prüfen, Leadqualität am ICP bewerten, neue Creatives und Titel testen, den Follow-up-Prozess anhand der ersten echten Gespräche nachschärfen.
Meilenstein Monat 1: Awareness- und Lead-Gen-Kampagne laufen, die ersten Leads sind da, die E-Mail-Sequenz arbeitet automatisch, und jeder Lead wird innerhalb von 24 Stunden kontaktiert.
Monat 2: Webinar und Nachfrage
Leadgenerierung und Nurturing laufen weiter, parallel entsteht der Konversionsmotor. Das Webinar ist die Stelle, an der aus Interesse Kaufinteresse wird, weil hier zum ersten Mal offen gepitcht wird.
- Woche 6 und 7: Konzept, Titel und Kernbotschaft festlegen, Präsentation bauen, Pitch entwickeln und Case Studies einbauen. Dazu die E-Mail-Serien für Anmeldung, Reminder und Follow-up, getrennt nach Teilnehmern und No-Shows. Technik einrichten und testen, Termin fixieren.
- Woche 8 und 9: Webinar bewerben, bezahlt und organisch. Retargeting auf alle, die schon Kontakt hatten, dazu Message Ads auf die relevanten Audiences. Ist die warme Zielgruppe zu klein, kommt die kalte dazu. Anmeldezahlen laufend dokumentieren.
Meilenstein Monat 2: Der komplette Webinar-Workflow steht, der Termin ist fix, die Bewerbung läuft, und die ersten Anmeldungen sind im CRM.
Monat 3: Conversion und Skalierung
Jetzt schließt sich der Funnel und wird zu einem wiederholbaren Prozess.
- Woche 10: Webinar durchführen. Wir sind dabei, prüfen vorher Technik, Tracking und CTA-Link, clustern während des Webinars Fragen und Einwände und gehen danach gemeinsam Teilnehmerliste, Follow-up und die nächsten Vertriebsschritte durch. Heiße Teilnehmer werden innerhalb von 24 Stunden persönlich nachgefasst.
- Woche 11 und 12: Demo-Ads auf warme Zielgruppen ausspielen, mindestens zwei Varianten, mit klar benanntem Angebot wie Analyse, Check oder Audit. No-Shows separat nachfassen, mit Aufzeichnung und neuem CTA. Gewinner bei Zielgruppen, Hooks und Pain Points dokumentieren und das Webinar als wiederkehrenden Termin etablieren, etwa alle vier Wochen.
Meilenstein Monat 3: Ein durchgeführtes Webinar mit festem Prozess dahinter, laufende Demo-Ads, ausgewertete Conversion-Daten und ein planbarer Weg von Leads über Termine in die Pipeline. Wie du die Ergebnisse danach zurück an LinkedIn spielst, steht beim Tracking.
Nach den 90 Tagen
Am Ende steht eine gemeinsame Auswertung: Was hat gewonnen, bei Zielgruppen, Hooks und Pain Points, und was sind die nächsten Hebel. Ab hier läuft der Funnel im eigenen Haus weiter. Wer will, holt sich für die Skalierung punktuell Begleitung dazu, notwendig ist sie nicht mehr.
Der Funnel, den du im Coaching baust
Alle drei Monate zahlen auf dasselbe Modell ein. Sieben Stufen, die einen kalten Kontakt Schritt für Schritt zum gebuchten Demo-Call führen, statt ihn nach einem Klick direkt zum Verkaufsgespräch zu schicken.
Warum genau diese Reihenfolge im B2B trägt und was einzelne Anzeigen nie leisten können, steht ausführlich im Leitfaden zum B2B Sales Funnel mit LinkedIn.
Was im Coaching drinsteckt
Ein Coaching besteht bei uns aus drei Teilen, die zusammengehören:
- Der Kurs als Wissensbasis: sechs Module und 24 Videolektionen, vom Werbekonto bis zur Skalierung. Jede Woche der Roadmap hat feste Lektionen, die vorher geschaut werden. So gehen die Live-Calls nicht für Grundlagen drauf.
- Die Live-Begleitung: gemeinsames KPI-Review, Entscheidung, welche Creatives skaliert werden, Feedback auf Texte und Anzeigen vor der Veröffentlichung, Briefing für Webinar- und Demo-Ads und Präsenz beim Webinar selbst.
- Die Arbeitsmaterialien: Targeting Playbook, Copywriting Playbook, KPI- und Benchmark-Sheet, Optimierungs-Sheet, Kampagnen-Checker mit Änderungsprotokoll und eine Bibliothek mit über 100 B2B-Anzeigen als Vorlage.
Der LinkedIn Ads Kurs
Wenn du das System lieber allein aufbaust: Alle sechs Module, 24 Videolektionen und sämtliche Playbooks gibt es auch als Kurs, mit drei Monaten vollem Zugriff. Dieselbe Roadmap, dieselben Vorlagen, nur ohne Live-Calls. Optional mit Chat-Support, wenn du trotzdem jemanden zum Fragen willst.
Coaching, Kurs oder Agentur: was passt wann?
| Kriterium | Coaching | Kurs | Agentur |
|---|---|---|---|
| Wer setzt um | Dein Team, begleitet | Dein Team, allein | Die Agentur |
| Eigener Zeitaufwand | Mehrere Stunden pro Woche | Mehrere Stunden pro Woche | Gering, dafür Abstimmung |
| Kostenlogik | Einmalig, zeitlich begrenzt | Einmalig, günstigster Einstieg | Laufend, solange es läuft |
| Wem gehört das Können danach | Dir | Dir | Der Agentur |
| Korrektur bei Fehlern | Früh, im wöchentlichen Review | Erst, wenn du sie selbst siehst | Abhängig vom Reporting |
| Passt, wenn | Du willst es können und hast die Zeit | Du arbeitest diszipliniert und selbstständig | Niemand im Team hat Zeit oder Lust |
Woran du ein gutes LinkedIn Ads Coaching erkennst
Der Markt für Ads-Coaching ist voll, die Qualität schwankt stark. Diese Punkte trennen echte Begleitung von teuren Videokursen mit Call-Anhängsel:
- Eigene Zahlen statt Theorie: Der Coach schaltet selbst Kampagnen und kann sagen, was ein CPL in deiner Situation kosten darf. Wer nur Frameworks erklärt, hat noch nie ein Budget verantwortet.
- Der ganze Funnel, nicht nur der Campaign Manager: Anzeigen sind der kleinere Teil. Leadmagnet, E-Mail-Sequenz, Ansprache, Setter-Call und Webinar entscheiden darüber, ob aus Leads Termine werden.
- Ein fester Fahrplan mit Gates: Ohne definierte Meilensteine wird aus dem Coaching eine lose Fragestunde. Lass dir vorher zeigen, was in welcher Woche fertig sein soll.
- Review vor der Veröffentlichung: Creatives, Texte und Kampagnenstruktur werden angeschaut, bevor Budget fließt, nicht erst in der Nachbesprechung.
- Ein ehrliches Nein: Ein guter Coach sagt dir vorher, wenn Kundenwert, Budget oder Sales-Prozess noch nicht passen, statt dich trotzdem zu buchen.
- Vorlagen, die dir gehören: Playbooks, Sheets und Prozesse bleiben nach dem Coaching bei dir, sonst beginnt die Abhängigkeit von vorn.
Was ein LinkedIn Ads Coaching kostet
Drei Kostenblöcke gehören zusammen, und nur der erste ist verhandelbar:
- Das Honorar für die Begleitung: einmalig und zeitlich begrenzt, im Unterschied zum Agentur-Retainer, der weiterläuft, solange die Kampagnen laufen. Den Rahmen legen wir im Erstgespräch anhand deiner Ausgangslage fest.
- Das Werbebudget: geht direkt an LinkedIn, unabhängig davon, wer die Kampagnen führt. Unter 1.500 Euro pro Monat sammelst du zu wenig Daten, um sinnvoll zu optimieren. Was realistisch ist, steht bei den LinkedIn Ads Budgets.
- Deine Zeit: der Posten, der am häufigsten unterschätzt wird. Wer die Umsetzung nicht einplant, zahlt am Ende für ein System, das nie fertig wird.
Der Vergleich mit der Agentur ist deshalb kein reiner Preisvergleich. Ein Retainer ist so lange die günstigere Rechnung, wie du LinkedIn Ads ohnehin nie selbst machen willst. Sobald der Kanal dauerhaft zu deinem Vertrieb gehört, kippt die Rechnung, weil das Coaching einmal bezahlt wird und danach nur noch das Media-Budget läuft.
Wenn du den Inhalt ohne Begleitung willst, ist der LinkedIn Ads Kurs ab 999 Euro der direkte Weg. Wenn du wissen willst, ob überhaupt genug Substanz für einen Funnel da ist, fang bei den Voraussetzungen an. Und wenn du noch zwischen Auslagern und Selbermachen schwankst, hilft der Vergleich Agentur oder Inhouse bei der Entscheidung.
